„Alle Beteiligten eint der Wille, das deutsche Lebensversicherungsgeschäft sowie das Schaden/Unfallgeschäft nachhaltig wettbewerbsfähiger zu machen. Die geplanten personellen Einschnitte sind in diesem Zuge leider unvermeidbar. Gemeinsam mit den Arbeitnehmervertretern arbeiten wir nun an einer möglichst sozialverträglichen Umsetzung“, sagt Dr. Jan Wicke, Vorstandsvorsitzender der Talanx Deutschland AG und Vorstandsmitglied der Talanx AG.
Insgesamt wird über den Abbau von rund 600 Stellen vor allem in der HDI Kundenservice AG bis zum Jahr 2020 verhandelt. Dies berücksichtigt noch nicht den notwendigen Stellenabbau in der HDI Vertriebs AG, dieser wird im 1. Quartal des kommenden Jahres festgelegt. Der Geschäftsbereich Privat- und Firmenversicherung Deutschland beschäftigt rund 5.000 Mitarbeiter. Erste Ergebnisse der Gespräche werden für den Frühsommer 2016 erwartet.
Mit der Präsentation der Geschäftsergebnisse der ersten neun Monate 2015 hatte Talanx bereits organisatorische, personelle und IT-bezogene Umbaumaßnahmen im Geschäftsbereich angekündigt. Hierfür wird im Jahr 2016 insgesamt ein Nachsteuer-Aufwand von rund 70 Mio. EUR veranschlagt. Die geplanten Maßnahmen sind Teil eines umfangreichen Investitions-, Wachstums- und Kostenprogramms im deutschen Privat- und Firmenkundengeschäft von Talanx. Im Mittelpunkt der geplanten Maßnahmen steht ein deutlicher Effizienzgewinn durch konsequente Automatisierung und Digitalisierung von Geschäftsprozessen.