- Capital Markets Day in London zeigt Erfolge in zentralen Projekten der Erstversicherung auf
- Balanced-Book-Initiative erhöht Profitabilität im inländischen Industrieversicherungsgeschäft und soll auf Teile des Auslandsgeschäfts ausgeweitet werden
- Projekt „KuRS“ in Deutschland greift schneller als geplant. Abbau von Risiken im Lebensgeschäft trägt zu deutlich verbesserten Solvabilitätskennzahlen bei. Zurück auf dem Wachstumspfad in der Schaden-/Unfallversicherung
- Wachstumschancen im profitablen ausländischen Privatkundengeschäft sollen ergriffen werden, um ausländischen Prämienanteil in der Erstversicherung langfristig auf rund 2/3 zu steigern
- Bekenntnis, Digitalisierungs- und Behavioural-Pricing-Initiativen weiter konsequent voranzutreiben
„Unsere Strategie seit Börsengang trägt. Dies macht die operative Verbesserung der vergangenen Jahre deutlich. Wir verfolgen unsere Agenda daher konsequent weiter, bleiben zudem aber auch für neue Aspekte offen“, sagt Herbert K. Haas, Vorstandsvorsitzender der Talanx AG. Integraler Bestandteil ist die konsequente Digitalisierung und Modernisierung des Geschäftsmodells, zu der die Talanx eine Reihe erfolgreicher Umsetzungen auf dem Capital Markets Day präsentiert. Zur Agenda gehört auch die weitere Steigerung der liquiditätswirksamen Ergebnisbeiträge aus den Erstversicherungsbereichen. Diese machen für die Jahre 2012 bis 2017 vor Holding- und Finanzierungskosten bereits rund 55 Prozent des Liquiditätszuflusses an die Holding aus. Nach Dividendenzahlungen konnte die Talanx AG so etwa eine halbe Milliarde Euro zur Innenfinanzierung und zum Aufbau des Liquiditätsbestandes bei einem gleichzeitigen Abbau des Verschuldungsgrades nutzen. Der Liquiditätspool umfasst nunmehr rund eine Jahresdividende und soll perspektivisch auf 1,5 bis 2 Jahresdividenden erhöht werden.
Anhand von drei Extremszenarien – einem Euro-Austritt Italiens, einer globalen Pandemie sowie einer Serie von Erdbeben in New Madrid/USA – hat die Talanx-Gruppe ihre Widerstandsfähigkeit gegenüber derartigen Extremrisiken simuliert. Sie hält dabei auch diesen deutlich über die 2017er-Großschäden hinausgehenden Belastungen stand. In allen drei Szenarien würden die Solvenzquoten zurückgehen, blieben aber robust.
Diese Resilienz wird auch durch den weiteren Abbau von Risiken im deutschen Lebensversicherungsgeschäft unterstützt. Risikogewichtet über alle deutschen Risikoträger in der Lebensversicherung verbesserte sich die Solvenzquote vor Übergangsmaßnahmen zum 30. Juni 2017 deutlich auf 162 Prozent (Dezember 2016: 116 Prozent).