Unternehmensmeldung
18. März 2026

Talanx erhöht nach Rekordergebnis im Geschäftsjahr 2025 Dividende auf 3,60 EUR

  • Konzernergebnis steigt um 25 Prozent auf Rekordwert von 2.480 (1.977) Mio. EUR – hohe Ergebnisqualität durch Stärkung der Resilienz
  • Versicherungsumsatz wächst währungskursbereinigt um 5 Prozent auf 49,0 (48,1) Mrd. EUR
  • Erstversicherung erhöht Ergebnisanteil auf etwas mehr als 50 Prozent
  • Schaden-/Kostenquote verbessert sich auf 89,1 (90,3) Prozent
  • Eigenkapitalrendite liegt bei 19,7 (17,9) Prozent
  • Vorschlag für Erhöhung der Dividende um 33 Prozent auf 3,60 (2,70) EUR
  • Ergebnisausblick für 2026 von ungefähr 2,7 Mrd. EUR bestätigt

Rekord-Ergebnis für die Talanx Gruppe: Im Geschäftsjahr 2025 hat die Gruppe ihren Versicherungsumsatz währungskursbereinigt um 5 Prozent (Wachstum in EUR: 2 Prozent) auf 49,0 (48,1) Mrd. EUR und das Konzernergebnis um 25 Prozent auf 2.480 (1.977) Mio. EUR gesteigert. Damit hat die Talanx Gruppe ihr im November 2025 auf mehr als 2,4 Mrd. EUR angehobenes Gewinnziel (ursprüngliches Ziel: mehr als 2,1 Mrd. EUR) erreicht und gleichzeitig durch Maßnahmen in der Kapitalanlage sowie durch den Ausbau der Resilienz in der Schadenreserve (auf Basis eigener Schätzwerte) ihre Bilanz weiter gestärkt. Getrieben wurde die positive Geschäftsentwicklung von einem starken operativen Geschäft sowie einem günstigen Schadenverlauf im zweiten Halbjahr. Alle Geschäftsbereiche trugen zum Gewinnwachstum bei. Der gleich große Anteil von Erst- und Rückversicherung am Konzernergebnis reflektiert die diversifizierte und ausgewogene Struktur der Gruppe. Das operative Ergebnis (EBIT) stieg um 8 Prozent auf 5,3 (4,9) Mrd. EUR, das versicherungstechnische Ergebnis um 11 Prozent auf 5,7 (5,1) Mrd. EUR. Die Eigenkapitalrendite lag bei 19,7 (17,9) Prozent. Vorstand und Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung aufgrund der positiven Geschäftsentwicklung vor, die Dividende pro Aktie um 33 Prozent auf 3,60 (2,70) EUR anzuheben.

„2025 war ein außergewöhnliches Jahr – wir haben im ersten Quartal den größten Naturkatastrophen-Schaden unserer Konzerngeschichte und anschließend drei Quartale mit ungewöhnlich wenigen Naturkatastrophen erlebt. Mit operativer Stärke sowie dem Rückenwind des günstigen Schadenverlaufs haben wir nicht nur ein Rekord-Konzernergebnis erzielt, sondern auch unsere Ergebnisqualität weiter erhöht: Wir haben 2025 durch unsere Kapitalanlagepolitik und den Ausbau unserer Resilienz erneut die Substanz unserer Bilanz gestärkt“, sagt Torsten Leue, Vorstandsvorsitzender der Talanx AG. „Dabei hat sich wieder gezeigt: Unsere Strategie basierend auf Diversifizierung, Dezentralität, Kostenführerschaft und einer Vertrauenskultur zahlt sich aus – auch für unsere Investoren. Wir schlagen dem Aufsichtsrat deshalb vor, die Dividende um 33 Prozent auf 3,60 EUR anzuheben. Damit steigt unsere Dividende erneut stärker als das Konzernergebnis – und wir halten, was wir versprochen haben: eine stetig steigende Dividende. Unsere Geschäftsentwicklung stimmt uns auch für 2026 optimistisch: Wir sind zuversichtlich, ein Konzernergebnis von ungefähr 2,7 Mrd. EUR zu erzielen und damit unser ursprünglich erst für 2027 angestrebtes Gewinnziel bereits ein Jahr früher zu erreichen und zu übertreffen.

Das versicherungstechnische Ergebnis stieg im Geschäftsjahr 2025 um 11 Prozent auf 5,7 (5,1) Mrd. EUR. Nachdem das erste Quartal von dem höchsten Naturkatastrophen-Schaden der Konzern-Geschichte geprägt war, normalisierten sich die Großschadenleistungen im weiteren Jahresverlauf und lagen mit einer Gesamtsumme von 2.190 (2.199) Mio. EUR deutlich unter dem Budget von 2.820 Mio. EUR. Höchster Einzelschaden waren die Waldbrände in Los Angeles mit 612 Mio. EUR. Weitere Großschäden waren der Hurrikan Melissa in Jamaika mit 340 Mio. EUR, das Erdbeben in Myanmar mit 118 Mio. EUR sowie die schweren Hagelstürme in Australien im November mit 102 Mio. EUR. Insgesamt entstanden Großschäden durch Naturkatastrophen in Höhe von 1.375 EUR und Man-Made-Großschäden in Höhe von 815 Mio. EUR. Die Schaden-/Kostenquote verbesserte sich auf 89,1 (90,3) Prozent.

Das versicherungstechnische Finanz- und Kapitalanlageergebnis vor Währungseffekten lag bei 859 (1.278) Mio. EUR und war geprägt von Veräußerungsverlusten von 1.173 Mio. EUR (davon 857 Mio. EUR für eigene Rechnung), insbesondere um im Rahmen der Umschichtung niedrig verzinster Kapitalanlagen das Kapitalanlageergebnis der Zukunft zu stärken. Das operative Ergebnis (EBIT) erhöhte sich um 8 Prozent auf 5,3 (4,9) Mrd. EUR, das Konzernergebnis wuchs um 25 Prozent auf 2.480 (1.977) Mio. EUR.

Corporate & Specialty: Anhaltendes Umsatz- und Ergebniswachstum

Der Geschäftsbereich Corporate & Specialty steigerte den Versicherungsumsatz im Geschäftsjahr 2025 währungskursbereinigt um 5 Prozent (Wachstum in EUR: 2 Prozent) auf 10,3 (10,0) Mrd. EUR. Das Wachstum resultierte aus dem Neugeschäft und inflationsbedingten Preisanpassungen im Bestandsgeschäft. Leistungen für Großschäden stiegen leicht auf 426 (402) Mio. EUR, unterschritten das veranschlagte Budget aber deutlich um etwa 125 Mio. EUR. Das versicherungstechnische Ergebnis blieb mit 997 (1.004) Mio. EUR stabil. Die Schaden-/Kostenquote profitierte von geringen Frequenzschäden und lag mit 90,3 (90,0) Prozent innerhalb der Erwartung von weniger als 92 Prozent für das Gesamtjahr. Das versicherungstechnische Finanz- und Kapitalanlageergebnis vor Währungseffekten stieg aufgrund eines höheren Anlagevolumens auf 102 (83) Mio. EUR. Das operative Ergebnis (EBIT) legte um 4 Prozent auf 732 (702) Mio. EUR zu, der Beitrag zum Konzernergebnis wuchs um 10 Prozent auf 551 (501) Mio. EUR.

Privat- und Firmenversicherung International: Umsatz und Ergebnis deutlich gesteigert

Der Geschäftsbereich Privat- und Firmenversicherung International steigerte den Versicherungsumsatz im Geschäftsjahr 2025 währungskursbereinigt um 10 Prozent (Wachstum in EUR: 4 Prozent) auf 9,7 (9,3) Mrd. EUR. Getrieben wurde diese positive Entwicklung vor allem von organischem Wachstum in Polen und der Türkei sowie dem Kfz-Geschäft in Mexiko. Das versicherungstechnische Ergebnis profitierte von operativen Verbesserungen in nahezu allen Märkten und stieg um 7 Prozent auf 834 (778) Mio. EUR. Die Schaden-/Kostenquote verbesserte sich entsprechend auf 92,0 (92,5) Prozent. Das versicherungstechnische Finanz- und Kapitalanlageergebnis vor Währungseffekten legte vor allem aufgrund von gestiegenen Volumina in der Türkei und einem höheren Zinsniveau in Brasilien auf 501 (448) Mio. EUR zu. Das operative Ergebnis (EBIT) wuchs um 19 Prozent auf 994 (836) Mio. EUR. Der Beitrag zum Konzernergebnis stieg um 36 Prozent auf 611 (449) Mio. EUR und beinhaltet bereits den Minderheitenanteil des Ergebnisses der polnischen Tochtergesell­schaften Warta und TU Europa, die im Februar 2026 rechtlich erworben worden sind, aber bereits im Geschäftsjahr 2025 im Ergebnis des Geschäftsbereichs zu bilanzieren waren.

Privat- und Firmenversicherung Deutschland: Stabiler Ergebnisbeitrag

Im Geschäftsbereich Privat- und Firmenversicherung Deutschland ging der Versicherungsumsatz vor allem aufgrund der zum Ende des Jahres 2025 ausgelaufenen Kooperation mit der Targobank um 8 Prozent auf 3,3 (3,6) Mrd. EUR zurück. Der Rückgang konnte teilweise durch Portfolioverbesserungen, Optimierungsmaßnahmen und geringere Frequenzschäden insbesondere im Kfz-Geschäft kompensiert werden, sodass sich das versicherungstechnische Ergebnis auf 381 (402) Mio. EUR belief. Die Schaden-/Kostenquote verbesserte sich deutlich auf 91,8 (96,6) Prozent. Das versicherungstechnische Finanz- und Kapitalanlageergebnis vor Währungseffekten stieg nach höheren Kapitalanlageaufwendungen im Vorjahr auf 110 (-5) Mio. EUR. Das operative Ergebnis normalisierte sich nach positiven Sondereffekten im Vorjahr auf 205 (262) Mio. EUR, während der Beitrag zum Konzernergebnis um 6 Prozent auf 173 (163) Mio. EUR wuchs.

Rückversicherung: Starkes operatives Ergebnis und Konzernergebnis

Der Geschäftsbereich Rückversicherung steigerte den Versicherungsumsatz im Geschäftsjahr 2025 währungskursbereinigt um 5 Prozent (Wachstum in EUR: 2 Prozent) auf 26,8 (26,4) Mrd. EUR. Das versicherungstechnische Ergebnis stieg um 16 Prozent auf 3,5 (3,0) Mrd. EUR, während das versicherungstechnische Finanz- und Kapitalanlageergebnis vor Währungseffekten bei 338 (923) Mio. EUR lag. Das operative Ergebnis (EBIT) wuchs um 5 Prozent auf 3,5 (3,3) Mrd. EUR, der Beitrag zum Konzernergebnis um 13 Prozent auf 1.319 (1.170) Mio. EUR.

Im Segment Schaden-Rückversicherung steigerte sich der Versicherungsumsatz währungskursbereinigt um 4 Prozent (Wachstum in EUR: 1 Prozent) auf 18,8 (18,7) Mrd. EUR. Die Leistungen für Großschäden beliefen sich auf 1,7 (1,6) Mrd. EUR und lagen damit innerhalb des Budgets von 2,1 Mrd. EUR. Der größte Einzelschaden des Geschäftsbereichs waren die Waldbrände in Los Angeles mit 595 Mio. EUR. Weitere Großschäden waren unter anderem der Hurrikan Melissa mit 329 Mio. EUR, das Erdbeben in Myanmar mit 118 Mio. EUR und die schweren Hagelstürme in Australien im November mit 102 Mio. EUR. Die Schaden-/Kostenquote verbesserte sich aufgrund höherer Profitabilität des Geschäfts, der Unterauslastung des Großschadenbudgets und des Zinsanstiegs auf 84,0 (86,6) Prozent. Das versicherungstechnische Finanz- und Kapitalanlageergebnis vor Währungseffekten ging aufgrund der aktiven Realisierung stiller Lasten zur Stärkung künftiger Erträge auf 157 (697) Mio. EUR zurück. Das versicherungstechnische Ergebnis stieg um 21 Prozent auf 2,6 (2,1) Mrd. EUR. Das operative Ergebnis (EBIT) wuchs um 10 Prozent auf 2,7 (2,4) Mrd. EUR.

Im Segment Personen-Rückversicherung stieg der Versicherungsumsatz währungskursbereinigt um 7 Prozent (Wachstum in EUR: 4 Prozent). Das versicherungstechnische Ergebnis wuchs unter anderem aufgrund des anhaltend starken Geschäfts mit Financial Solutions sowie mit Langlebigkeitsrisiken um 2 Prozent auf 903 (883) Mio. EUR und übertraf damit den Zielwert von mehr als 875 Mio. EUR. Das versicherungstechnische Finanz- und Kapitalanlageergebnis vor Währungseffekten lag bei 181 (226) Mio. EUR. Das operative Ergebnis (EBIT) belief sich auf 863 (926) Mio. EUR.

Nachhaltigkeit: Neues Reduktionsziel für die betrieblichen Emissionen bis 2030

„In unserem eigenen Betrieb haben wir unser Reduktions-Ziel für 2025 übertroffen – deshalb haben wir neue Ambitionen bis 2030 formuliert“, so Dr. Jan Wicke, Finanzvorstand der Talanx Gruppe. Die Gruppe hatte angestrebt, ihre betrieblichen Treibhausgas(THG)-Emissionen (Scope 1 und 2) in Deutschland bis 2025 um 25 Prozent gegenüber 2019 zu reduzieren. Dieses Ziel hat sie übertroffen: Per Ende 2025 hatte die Gruppe ihre betrieblichen THG-Emissionen (Scope 1 und 2) um 41 Prozent (gegenüber 2019) gesenkt. Deshalb hat sie sich nun das neue Ziel gesetzt, ihre Emissionen im weltweiten Betrieb (Scope 1 und 2) bis 2030 um 25 Prozent (gegenüber 2024) zu reduzieren. Das Ziel leistet einen Beitrag, um bis 2030 bei den konzernweiten Emissionen des eigenen Betriebs THG-Neutralität (inklusive Kompensation verbliebener Emissionen) zu erreichen. 2025 hat die Talanx Gruppe zudem das Volumen nachhaltiger Kapitalanlagen nochmals um 10 Prozent auf 15,4 Mrd. EUR gesteigert.

Ausblick für 2026 bestätigt

Die Talanx Gruppe bestätigt ihr im November 2025 verkündetes Ergebnisziel für 2026 von ungefähr 2,7 Mrd. EUR. Damit würde sie ihre Ergebnisprognose für 2027 ein Jahr früher als geplant erreichen und übertreffen. Die Gruppe erwartet für 2026 zudem eine Eigenkapitalrendite von ungefähr 19 Prozent.

Die Ziele stehen wie gewohnt unter dem Vorbehalt, dass an den Währungs- und Kapitalmärkten keine Verwerfungen auftreten und Großschäden innerhalb der Erwartungen bleiben. Die aktuelle geopolitische und makroökonomische Situation ist ein zusätzlicher Unsicherheitsfaktor.

Eckdaten der Ergebnisrechnung Talanx Konzern, GJ 2025, konsolidiert (IFRS)

in Mio. EURGJ 2025GJ 2024+/-
Versicherungsumsatz48.99448.150+2 %
Versicherungstechnisches Ergebnis5.6905.114+11 %
Kombinierte Schaden-/Kostenquote der Schaden-Erst- und -Rückversicherung89,1 %90,3 %-1,3 %-Pkt.
Versicherungstechnisches Finanz- und Kapitalanlageergebnis vor Währungseffekten8591.278-33 %
Operatives Ergebnis (EBIT)5.3034.913+8 %
Konzernergebnis (ohne Anteile nicht beherrschender Gesellschafter)2.4801.977+25 %
Eigenkapitalrendite
(Annualisiertes) Periodenergebnis ohne Anteile nicht beherrschender Gesellschafter zu durchschnittlichem Eigenkapital ohne Anteile nicht beherrschender Gesellschafter.
19,7 %17,9 %+1,9 %-Pkt.
Haftungsausschluss

Diese Unternehmensmeldung enthält zukunftsgerichtete Aussagen, die auf bestimmten Annahmen, Erwartungen und Ansichten des Managements der Talanx AG beruhen. Diese Aussagen unterliegen daher einer Reihe von bekannten oder unbekannten Risiken und Ungewissheiten. Eine Vielzahl von Faktoren, von denen zahlreiche außerhalb des Einflussbereiches der Talanx AG stehen, beeinflusst die Geschäftsaktivitäten, die Geschäftsstrategie, die Ergebnisse, die Leistungen und die Erfolge der Talanx AG. Diese Faktoren bzw. ein Realisieren der Risiken und Ungewissheiten können dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse, Leistungen und Erfolge der Gesellschaft wesentlich von denjenigen Angaben abweichen, die in der zukunftsgerichteten Aussage ausdrücklich oder impliziert genannt worden sind. Die Talanx AG garantiert nicht, dass die den zukunftsgerichteten Aussagen zugrundeliegenden Annahmen frei von Irrtümern sind, und übernimmt dementsprechend keinerlei Gewähr für den Eintritt der zukunftsgerichteten Aussagen. Die Talanx AG übernimmt ferner keine Verpflichtung und beabsichtigt auch nicht, diese zukunftsgerichteten Aussagen zu aktualisieren oder bei einer anderen als der erwarteten Entwicklung zu korrigieren.

Ansprechpartner

Andreas Krosta

Leiter Group Communications

Elisa Krauße

Unternehmenskommunikation, Finanz- und Nachhaltigkeitskommunikation