- Quartalsergebnis steigt um 28 Prozent auf 774 (604) Mio. EUR
- Versicherungsumsatz wächst währungskursbereinigt um 3 Prozent auf 12,1 (12,4) Mrd. EUR
- Erstversicherung trägt 53 Prozent zum Konzernergebnis bei
- Schaden-/Kostenquote verbessert sich auf 88,7 (92,8) Prozent
- Eigenkapitalrendite erhöht sich auf 22,3 (20,1) Prozent
- Resilienz im Jahr 2025 um etwa 1,2 Mrd. EUR ausgebaut
- Ergebnisziel für 2026 von ungefähr 2,7 Mrd. EUR bestätigt
„Unsere starke Bilanz nach drei Monaten im Jahr 2026: Wir haben ein Rekord-Quartalsergebnis erreicht und unsere Profitabilität gesteigert – und haben gleichzeitig noch einen Puffer in unserem Großschadenbudget von fast 400 Mio. EUR für die verbleibenden Monate des Jahres. Deshalb bin ich sehr zuversichtlich, dass wir unser Ergebnisziel von ungefähr 2,7 Mrd. EUR für das Gesamtjahr erreichen werden. Ein Erfolg, den wir trotz geopolitischer und makroökonomischer Herausforderungen erzielt haben und der ein weiterer Beweis dafür ist, dass sich unser diversifiziertes Geschäftsmodell, unsere dezentrale Strategie, unsere Resilienz und Kostenführerschaft auszahlen“, sagte Torsten Leue, Vorstandsvorsitzender der Talanx Gruppe.
Das versicherungstechnische Ergebnis erhöhte sich nach außergewöhnlich hohen Großschadenleistungen für die Waldbrände in Kalifornien im Vorjahresquartal um 34 Prozent auf 1,5 (1,1) Mrd. EUR. Leistungen für Großschäden beliefen sich auf 289 Mio. EUR und unterschritten deutlich den Vorjahreswert (881 Mio. EUR) sowie das in vollständiger Höhe gebuchte periodenanteilige Großschadenbudget (676 Mio. EUR). Der höchste Einzelschaden war der Wintersturm „Fern“ in den USA und Kanada mit 128 Mio. EUR. Weitere Großschäden waren die Atlantikstürme „Kristin“ und „Leonardo“ auf der iberischen Halbinsel und in Marokko mit 34 Mio. EUR und die Buschbrände in Australien mit 19 Mio. EUR. Großschadenleistungen für Naturkatastrophen lagen bei 205 Mio. EUR, Man-Made-Großschäden beliefen sich auf 84 Mio. EUR. Die Schaden-/Kostenquote verbesserte sich auf 88,7 (92,8) Prozent.
Das versicherungstechnische Finanz- und Kapitalanlageergebnis vor Währungseffekten stieg um 17 Prozent auf 524 (448) Mio. EUR. Das operative Ergebnis (EBIT) wuchs um 27 Prozent auf 1,6 (1,3) Mrd. EUR, das Konzernergebnis um 28 Prozent auf 774 (604) Mio. EUR. Die Solvency-2-Quote lag zum 31. März 2026 bei 249 Prozent (31. Dezember 2025: 243 Prozent).
Corporate & Specialty: Operatives Ergebnis und Konzernergebnis mit kontinuierlichem Wachstum
Im Geschäftsbereich Corporate & Specialty lag der Versicherungsumsatz aufgrund von Währungseffekten und vorsichtigerer Zeichnung von Neugeschäft mit 2,5 (2,6) Mrd. EUR nahezu auf Vorjahresniveau. Das versicherungstechnische Ergebnis blieb mit 224 (229) Mio. EUR im Vergleich zu Vorjahreszeitraum nahezu stabil. Die Großschadenleistungen beliefen sich auf 58 (105) Mio. EUR und unterschritten das in vollständiger Höhe gebuchte, periodenanteilige Budget um 92 Mio. EUR. Die Schaden-/Kostenquote verbesserte sich leicht auf 91,0 (91,1) Prozent und lag damit innerhalb der Erwartungen von weniger als 92 Prozent für das Gesamtjahr. Das versicherungstechnische Finanz- und Kapitalanlageergebnis vor Währungseffekten legte aufgrund von positiven einmaligen Bewertungseffekten, gestiegenen laufenden Zinserträgen und einem höheren Anlagevolumen auf 99 (49) Mio. EUR deutlich zu. Das operative Ergebnis (EBIT) stieg um 6 Prozent auf 207 (195) Mio. EUR, der Beitrag zum Konzernergebnis um 8 Prozent auf 152 (141) Mio. EUR.
Privat- und Firmenversicherung International: Deutliches Umsatz- und Ergebniswachstum
Der Geschäftsbereich Privat- und Firmenversicherung International steigerte den Versicherungsumsatz im ersten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum währungskursbereinigt um 12 Prozent (Wachstum in EUR: 8 Prozent) auf 2,5 (2,3) Mrd. EUR und profitierte insbesondere vom Wachstum in Polen, der Türkei, Brasilien und Mexiko. Das versicherungstechnische Ergebnis stieg um 10 Prozent auf 245 (222) Mio. EUR. Diese positive Entwicklung resultierte vor allem aus Verbesserungen in Polen und Mexiko. Die Schaden-/Kostenquote verbesserte sich leicht auf 91,3 (91,4) Prozent. Das versicherungstechnische Finanz- und Kapitalanlageergebnis vor Währungseffekten legte insbesondere aufgrund von gestiegenen Volumina in Polen und der Türkei um 22 Prozent auf 130 (107) Mio. EUR zu. Das operative Ergebnis (EBIT) wuchs um 14 Prozent auf 299 (263) Mio. EUR, der Beitrag zum Konzernergebnis um 10 Prozent auf 189 (172) Mio. EUR.
Privat- und Firmenversicherung Deutschland: Starkes operatives Ergebnis
Im Geschäftsbereich Privat- und Firmenversicherung Deutschland ging der Versicherungsumsatz aufgrund der zum Ende des Jahres 2025 ausgelaufenen Kooperation mit der Targobank im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 3 Prozent auf 791 (812) Mio. EUR zurück. Portfolioverbesserungen und andere Optimierungsmaßnahmen konnten den Rückgang weitgehend kompensieren, sodass dieser deutlich geringer ausfiel als erwartet. Das versicherungstechnische Ergebnis normalisierte sich nach einem außergewöhnlich schadenarmen und teilweise durch Sondereffekte geprägten Vorjahresquartal auf 107 (124) Mio. EUR. Die Schaden-/Kostenquote lag entsprechend bei 90,4 (84,5) Prozent. Das versicherungstechnische Finanz- und Kapitalanlageergebnis vor Währungseffekten belief sich auf 37 (47) Mio. EUR. Das operative Ergebnis (EBIT) stieg aufgrund von Profitabilisierungsinitiativen auf 110 (76) Mio. EUR. Der Beitrag zum Konzernergebnis erhöhte sich auf 63 (46) Mio. EUR.
Rückversicherung: Operatives Ergebnis und Konzernergebnis deutlich gesteigert
Der Geschäftsbereich Rückversicherung erzielte im ersten Quartal einen Versicherungsumsatz von 6,5 (7,0) Mrd. EUR (währungskursbereinigtes Wachstum: 1 Prozent). Das versicherungstechnische Ergebnis normalisierte sich nach den außergewöhnlich hohen Großschadenleistungen für die Waldbrände in Kalifornien im Vorjahreszeitraum auf 890 (515) Mio. EUR. Das versicherungstechnische Finanz- und Kapitalanlageergebnis vor Währungseffekten blieb stabil bei 251 (252) Mio. EUR. Das operative Ergebnis (EBIT) wuchs um 39 Prozent auf 975 (702) Mio. EUR, der Beitrag zum Konzernergebnis um 50 Prozent auf 359 (240) Mio. EUR.
Im Segment Schaden-Rückversicherung ging der Versicherungsumsatz aufgrund von Währungskurseffekten und der Reduktion einzelner größerer Verträge in der Strukturierten Rückversicherung auf 4,5 (5,1) Mrd. EUR zurück. Das versicherungstechnische Ergebnis stieg deutlich auf 636 (272) Mio. EUR. Die Leistungen für Großschäden unterschritten dabei mit 207 Mio. EUR deutlich das Vorjahresvolumen (765 Mio. EUR) und das in vollständiger Höhe gebuchte Großschadenbudget (480 Mio. EUR), nachdem es im Vorjahresquartal im Wesentlichen durch die Waldbrände in Kalifornien überschritten wurde. Der größte Einzelschaden war der Wintersturm „Fern“ in den USA und Kanada mit 125 Mio. EUR. Weitere Großschäden waren die Atlantikstürme „Kristin“ und „Leonardo“ auf der iberischen Halbinsel und in Marokko mit 34 Mio. EUR. Die Schaden-/Kostenquote verbesserte sich auf 83,6 (93,9) Prozent. Das versicherungstechnische Finanz- und Kapitalanlageergebnis vor Währungseffekten legte auf 220 (195) Mio. EUR zu, das operative Ergebnis (EBIT) auf 772 (450) Mio. EUR.
Im Segment Personen-Rückversicherung wuchs der Versicherungsumsatz währungskursbereinigt um 15 Prozent (Wachstum in EUR: 8 Prozent) auf 2,0 (1,9) Mrd. EUR. Das versicherungstechnische Ergebnis stieg um 5 Prozent auf 254 (243) Mio. EUR und ist damit auf Kurs, das Jahresziel von etwa 925 Mio. EUR zu erreichen. Das versicherungstechnische Finanz- und Kapitalanlageergebnis vor Währungseffekten lag bei 31 (57) Mio. EUR, das operative Ergebnis (EBIT) bei 202 (251) Mio. EUR.
Ergebnisziel für 2026 bestätigt
Die Talanx Gruppe bestätigt ihr Ergebnisziel für 2026 von ungefähr 2,7 Mrd. EUR. Damit würde sie ihre ursprüngliche Ergebnisprognose für 2027 ein Jahr früher als geplant erreichen und übertreffen. Zudem erwartet die Gruppe für 2026 eine Eigenkapitalrendite von ungefähr 19 Prozent.
Die Ziele stehen wie gewohnt unter dem Vorbehalt, dass an den Währungs- und Kapitalmärkten keine Verwerfungen auftreten und Großschäden innerhalb der Erwartungen bleiben. Die aktuelle geopolitische und makroökonomische Situation ist ein zusätzlicher Unsicherheitsfaktor.
1) Resilienz innerhalb der Best-Estimate-Bewertung ist definiert als der Differenzbetrag, um den die gebuchten Netto-Schadenrückstellungen für Schaden- und Unfallversicherung (auf Basis der eigenen bestmöglichen Schätzungen der Talanx AG, undiskontiert und vor Steuern und Minderheiten) den Schätzwert der jährlichen WTW-Analyse für diese Schadenreserven übersteigen.
Verkürzte Bilanz Talanx Konzern
| in Mrd. EUR | 31.03.2026 | 31.12.2025 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 2,3 | 2,2 |
| Vermögenswerte aus ausgestellten Versicherungsverträgen | 1,0 | 1,0 |
| Vermögenswerte aus gehaltenen Rückversicherungsverträgen | 7,5 | 7,5 |
| Kapitalanlagen für eigenes Risiko | 148,4 | 144,4 |
| Sonstige Aktiva | 24,5 | 25,7 |
| Summe der Aktiva | 183,7 | 180,8 |
| Eigenkapital ohne Anteile nicht beherrschender Gesellschafter | 14,3 | 13,5 |
| Anteile nicht beherrschender Gesellschafter am Eigenkapital | 7,9 | 7,4 |
| Summe Eigenkapital | 22,2 | 20,9 |
| Verbindlichkeiten aus ausgestellten Versicherungsverträgen (versicherungstechnische Rückstellungen) | 138,7 | 137,3 |
| Verbindlichkeiten aus gehaltenen Rückversicherungsverträgen | 0,5 | 0,7 |
| Sonstige Passiva | 22,3 | 21,9 |
| Summe der Passiva | 183,7 | 180,8 |
| Vertragliche Servicemarge (CSM) | 12.318 | 11.456 |
Verkürzte Ergebnisrechnung Talanx Konzern
| in Mio. EUR | 3M 2026 | 3M 2025 | Veränderung |
| Versicherungstechnische Erträge (Versicherungsumsatz) | 12,071 | 12.363 | -2 % |
| Versicherungstechnische Aufwendungen | -9.509 | -11.046 | 14 % |
| Aufwendungen aus gehaltenen Rückversicherungsverträgen | -1.617 | -1.431 | -13 % |
| Erträge aus gehaltenen Rückversicherungsverträgen | 553 | 1.232 | -55 % |
| Versicherungstechnisches Ergebnis | 1.498 | 1.118 | 34 % |
| Kapitalanlageergebnis für eigenes Risiko | 1.380 | 1.241 | 11 % |
| Ergebnis aus Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen | -266 | -272 | 2 % |
| Versicherungstechnisches Finanzergebnis vor Währungseffekten | -591 | -521 | -13 % |
| Versicherungstechnisches Finanzergebnis und Kapitalanlageergebnis vor Währungseffekten | 524 | 448 | 17 % |
| Währungsergebnis | -36 | 55 | -165 % |
| Sonstige Erträge / Aufwendungen | -372 | -347 | -7 % |
| Operatives Ergebnis (EBIT) | 1.614 | 1.273 | 27 % |
| Finanzierungszinsen | -62 | -54 | -15 % |
| Ertragsteuern | -398 | -344 | -16 % |
| Periodenergebnis | 1.154 | 875 | 32 % |
| Davon Anteile nicht beherrschender Gesellschafter | 379 | 272 | 40 % |
| Davon Aktionäre der Talanx AG | 774 | 604 | 28 % |
| Verwässertes Ergebnis je Aktie (in EUR) | 3,00 | 2,34 | 28 % |
| Eigenkapitalrendite Annualisiertes Periodenergebnis ohne Anteile nicht beherrschender Gesellschafter zu durchschnittlichem Eigenkapital ohne Anteile nicht beherrschender Gesellschafter | 22,3 % | 20,1 % | +2,2%-pkt. |
| Schaden- / Kostenquote 1,0 – [versicherungstechnisches Ergebnis (netto), dividiert durch Versicherungsumsatz (brutto)]. | 88,7 % | 92,8 % | -4,1%-pkt. |
Die Zahlen zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wurden in Einklang mit den internationalen Rechnungslegungsstandards (IFRS) erstellt. Die vorliegende Quartalsmitteilung stellt jedoch keinen Zwischenbericht im Sinne des internationalen Rechnungslegungsstandards IAS 34 dar.