Talanx-Geschäftsführung und Betriebsrat treffen Grundlagenvereinbarung

Bereich Privat- und Firmenversicherung Deutschland

  • Das Unternehmen kann jetzt ein umfassendes Maßnahmenpaket auf den Weg bringen
  • Einklang von unternehmerischen Zielen und sozialer Verträglichkeit

Hannover, 26. April 2012
Unternehmensleitung und Konzernbetriebsrat der Talanx AG haben sich auf eine Grundlagenvereinbarung geeinigt. Danach kann der Talanx-Geschäftsbereich Privat- und Firmenversicherung Deutschland jetzt weitere entscheidende Maßnahmen zur Neuausrichtung auf den Weg bringen. Zentrale Punkte der von der Unternehmensleitung beabsichtigten Maßnahmen sind die Bündelung der Betriebs-funktionen – zum Beispiel Vertragsverarbeitung oder Telefonie – einerseits und der flächendeckende Erhalt von Schadenmanagement sowie der Ausbau des Vertriebs andererseits. Insgesamt soll der Umbau Kosteneinsparungen von 245 Millionen Euro pro Jahr erzielen. Der geplante Stellenabbau von rund 730 Stellen soll stufenweise und sozialverträglich erfolgen. Jeder betroffene Mitarbeiter wird ein Angebot über einen wirtschaftlich und fachlich zumutbaren Arbeitsplatz erhalten, der jedoch an einem anderen Ort liegen kann. Betriebs-bedingte Kündigungen sind bis zum 31.12.2015 ausgeschlossen. Änderungskündigungen wirken nicht vor dem 31.03.2014.

Der Talanx-Konzern nimmt eine wichtige Hürde bei der Neuausrichtung seines deutschen Privat- und Firmenkundengeschäfts: Konzernbetriebsrat und Vorstand der Talanx AG einigten sich auf eine Grundlagenvereinbarung. Diese regelt alle sozialen Aspekte im Rahmen der Restrukturierung des Geschäftsbereichs. Damit ist der Weg frei, nach den strukturellen Vorarbeiten nun auch die Personalmaßnahmen stufenweise umzusetzen und das Segment zukunftsorientiert aufzustellen.

„Wir freuen uns sehr, dass wir dank der gemeinsamen Anstrengungen mit dem Sozialpartner nun eine Grundlagenvereinbarung erzielen konnten, die zum einen der unternehmerischen Notwendigkeit Rechnung trägt und zum anderen soziale Härten abfedert. Damit ebnen wir den Weg für eine sozialverträgliche Umsetzung der betriebswirtschaftlich notwendigen Maßnahmen“, sagt Dr. Christian Hinsch, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Talanx AG und Arbeitsdirektor des Konzerns, der die Verhandlungen mit dem Betriebsrat führte.

Eckpunkte der nun folgenden Maßnahmen sind die Konzentration der Betriebsfunktionen der Sachversicherungssparten – also etwa Vertragsverwaltung, Policierung oder Beschwerdemanagement – sowie die einheitliche Führung der Vertriebswege unter einem Dach.

Alle Standorte bleiben bestehen
Im Zusammenhang mit der Umstrukturierung wird der Konzern keinen Standort schließen. Allerdings werden bestimmte Bereiche zusammengeführt. Während die Betriebsfunktionen zentralisiert werden, bleiben Schadenmanagement und Vertrieb weiter in der Fläche und werden sogar noch ausgebaut. Jeder betroffene Mitarbeiter wird ein Angebot über einen wirtschaftlich und fachlich zumutbaren Arbeitsplatz erhalten. Der notwendige Abbau von rund 730 Stellen soll stufenweise über einen Zeitraum von drei Jahren und über personalwirtschaftliche Instrumente wie Altersteilzeit, Vorruhestand und natürliche Fluktuation erreicht werden.

„Es hat sich gelohnt, dass wir uns genügend Zeit gegeben haben, um die notwendige Veränderung entschlossen, aber fair bewerkstelligen zu können“, sagt Dr. Heinz-Peter Roß, Vorstandsmitglied der Talanx AG und zuständig für den Geschäftsbereich Privat- und Firmenversicherung Deutschland. Besonders froh zeigte sich Roß darüber, dass die bis dato herrschende Unklarheit für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nun vorbei sei. Nun sei es an der Zeit, die Maßnahmen zügig umzusetzen.

Backoffice Sachversicherungen: Synergien durch Konzentrierung
Das größte Einsparpotenzial liegt bei den Betriebsfunktionen der Sachversicherungen. Rund zwei Drittel dieses Einsparpotenzials werden allein dadurch erreicht, dass das Backoffice an den Standorten Hannover und Essen konsolidiert wird. Statt wie bisher an 13 Standorten wird es Betriebsfunktionen künftig in Hannover und Essen, übergangsweise auch in Stuttgart, Saarbrücken und Nürnberg geben.

Funktionale Ausrichtung im Vertrieb unter einem Dach
Die Vertriebswege Makler, Ausschließlichkeitsorganisation und Kooperationen bleiben eigenständig, werden aber unter dem Dach einer Vertriebsgesellschaft zusammengefasst und künftig nur noch funktional, nicht aber in der Steuerung unterschieden. Für den Vertriebsweg Ausschließlichkeitsorganisation werden unter anderem auch neue Regionaldirektionen entstehen, wie etwa in Mainz und Leipzig. Auf Ebene der Gebietsdirektionen kommen mit Potsdam, Ulm und Saarbrücken drei neue Standorte hinzu. Die bisher getrennten Maklervertriebe Sach und Leben werden zusammengefasst und an den Zentralstandorten Köln und Hannover geführt. Gleichzeitig wird es auf regionaler Ebene bundesweit sieben Maklervertriebsdirektionen geben.

Stufenweise Umsetzung beginnt im Juni 2012
Mit der Umsetzung kann nun am 1. Juni 2012 begonnen werden. Die ersten Mitarbeiter, die auf einen neuen Arbeitsplatz wechseln sollen, werden dann Angebote erhalten, so dass sie ihren neuen Arbeitsplatz bereits im September 2012 beziehen könnten. Insgesamt soll der Umbau des Geschäftsbereichs 2015 abgeschlossen und ab 2016 voll ergebniswirksam sein.

Komplexität wird weiter reduziert
Um die Komplexität weiter deutlich zu reduzieren, sollen in der zweiten Jahreshälfte 2012 die beiden Risikoträger der Sachversicherungen – HDI Direkt Versicherung AG und HDI-Gerling Firmen und Privat Versicherung AG – verschmolzen werden. Anschließend wird der Risikoträger dann analog zur neuen Markenausrichtung HDI Versicherung AG heißen. Sämtliche Mitarbeiter der beiden Gesellschaften werden künftig entweder in der HDI Kundenservice AG oder in der HDI-Gerling Vertrieb Firmen und Privat AG arbeiten.

Disclaimer
Diese Unternehmensmeldung enthält Prognosen und andere zukunftsbezogene Aussagen, die auf aktuellem Wissenstand oder Erwartungen der Unternehmens-leitung der Talanx AG beruhen. Diese Aussagen können mit bekannten oder unbekannten Risiken und Ungewissheiten verbunden sein. Das wirtschaftliche Umfeld und andere Bedin-gungen verändern sich ständig. Die tatsächliche Entwicklung und die Ergebnisse der Gesellschaft können von diesen zukunftsbezogenen Aussagen daher naturgemäß – auch erheblich – abweichen. Die Gesellschaft ist nicht verpflichtet, die in dieser Meldung enthaltenen zukunftsbezogenen Aussagen zu revidieren oder zu aktualisieren.

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