Talanx mit zufriedenstellendem ersten Halbjahr

  • Gebuchte Bruttoprämien im ersten Halbjahr 2016 mit 16,4 (16,8) Mrd. EUR nahezu stabil
  • Wachstum im internationalen Geschäft setzt sich fort
  • Robustes Kapitalanlageergebnis
  • EBIT steigt um 4,8 Prozent auf 1,1 (1,0) Mrd. EUR
  • Konzernergebnis mit 401 (311) Mio. EUR deutlich über Vorjahr
  • Ausblick 2016 auf Konzernergebnis von rund 750 Mio. EUR bestätigt
     

Hannover, 12. August 2016

Die Talanx-Gruppe sieht sich mit dem Ergebnis des ersten Halbjahrs 2016 trotz Belastungen durch Naturkatastrophen sowie Währungskurseffekte auf gutem Kurs, das angepeilte Konzernergebnis von rund 750 Mio. EUR zu erreichen. Das Konzernergebnis wuchs auf 401 (311) Mio. EUR. Das operative Ergebnis (EBIT) verbesserte sich im Vergleich zum Vorjahreshalbjahr um 4,8 Prozent auf 1,1 (1,0) Mrd. EUR. Die gebuchten Bruttoprämien blieben im ersten Halbjahr währungskursneutral stabil, durch negative Währungskurseffekte sanken die Prämien um 2,4 Prozent auf 16,4 (16,8) Mrd. EUR. Die Verbesserung der Portfolioqualität in der Industrieversicherung machte sich deutlich bemerkbar, aber auch die strategische Neuausrichtung der deutschen Privat- und Firmenversicherung zeigte erste Erfolge. Im Vergleichszeitraum hatte die vollumfängliche Goodwill-Abschreibung im deutschen Lebensgeschäft in Höhe von 155 Mio. EUR das Konzernergebnis belastet.

„Unter dem Strich sind wir mit dem Geschäftsverlauf im ersten Halbjahr 2016 weitgehend zufrieden und optimistisch, unsere Jahresziele zu erreichen“, sagt Herbert K. Haas, Vorstandsvorsitzender der Talanx AG. „Naturkatastrophen, Großschäden und anhaltende Währungskurseffekte haben auch bei Talanx zu Buche geschlagen. Unsere Aufgaben in der Industrieversicherung sowie in der deutschen Privat- und Firmenversicherung arbeiten wir weiter diszipliniert ab. Wir sind auf Kurs und freuen uns über eine insgesamt solide Performance im Auslandsgeschäft, die unsere Internationalisierungsstrategie untermauert.“

In den ersten sechs Monaten 2016 betrug die Belastung durch Großschäden 495 (363) Mio. EUR, blieb aber innerhalb des anteiligen Großschadenbudgets von 506 Mio. EUR. Auf die Rückversicherung entfielen hiervon 353 (197) Mio. EUR, die Erstversicherung wurde mit 142 (165) Mio. EUR belastet. Als teuerster Einzelschaden kristallisierten sich die Brände im kanadischen Bundesstaat Alberta mit 132 Mio. EUR heraus, gefolgt vom schweren Erdbeben in Ecuador mit 57 Mio. EUR. Im zweiten Quartal verursachten Unwetter in Deutschland Schäden in Höhe von 55 Mio. EUR. Insgesamt blieb die konzernweite kombinierte Schaden-/Kostenquote in den ersten sechs Monaten mit 96,8 (96,4) Prozent auf gutem Niveau.

Die gebuchten Bruttoprämien gingen im ersten Halbjahr um 2,4 Prozent auf 16,4 (16,8) Mrd. EUR. zurück. Berücksichtigt man Währungskurseffekte, blieben sie weitgehend konstant im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Das versicherungstechnische Ergebnis verbesserte sich auf -784 (-851) Mio. EUR. Mit 3,5 (3,8) Prozent erzielte die Gruppe aufgrund von Diversifizierung eine robuste Kapitalanlagerendite. Das Kapitalanlageergebnis blieb trotz des historisch niedrigen Zinsniveaus bei einem Rückgang von 75 Mio. EUR (3,7 Prozent) mit 2 (2) Mrd. EUR praktisch auf Vorjahresniveau. Das operative Ergebnis stieg im Konzern auf 1,1 (1,0) Mrd. EUR. Das Konzernergebnis betrug 401 (311) Mio. EUR.

Im zweiten Quartal 2016 stiegen die Brutto-Prämieneinnahmen konzernweit leicht um 0,6 Prozent auf 7,4 (7,4) Mrd. EUR. Die kombinierte Schaden-/Kostenquote lag bei 97,3 (96,2) Prozent. Das versicherungstechnische Ergebnis verbesserte sich auf -362 (-462) Mio. EUR. Das Kapitalanlageergebnis lag bei 0,9 (1,0) Mrd. EUR. Ein positiver Sondereffekt in Höhe von rund 26 Mio. EUR (nach Steuern) auf das außerordentliche Kapitalanlageergebnis war der Verkauf der vollständigen Beteiligung am Asset Manager C-Quadrat. Das operative Ergebnis (EBIT) erhöhte sich im zweiten Quartal um 31,9 Prozent auf 491 (372) Mio. EUR. Das Konzernergebnis verdreifachte sich auf 179 (60) Mio. EUR.


Umsetzung der strategischen Agenda schreitet voran

Die Umsetzung der strategischen Agenda hat die Talanx-Gruppe im ersten Halbjahr konsequent vorangetrieben. Dies gilt insbesondere für den Geschäftsbereich Privat- und Firmenversicherung Deutschland. Die Gesellschaft hat sich mit dem Betriebsrat auf ein Eckpunktepapier zum geplanten Stellenabbau geeinigt. Dabei setzen Konzernbetriebsrat und Arbeitgeber im Wesentlichen auf ein Freiwilligenprogramm, das besondere Leistungen für den Abschluss von Aufhebungsverträgen und Altersteilzeitregelungen vorsieht. Für sich möglicherweise verändernde Tätigkeitsprofile werden den Mitarbeitern Qualifizierungen angeboten. Zudem ist der einheitliche Wille, nach Möglichkeit auf betriebsbedingte Kündigungen zu verzichten, im Eckpunktepapier berücksichtigt worden. Die in diesem Zusammenhang notwendige Rückstellung belastete das übrige Ergebnis mit 36 Mio. EUR. Damit sind die Kosten für den Personalabbau vollständig abgedeckt.

Einige wichtige Digitalisierungsvorhaben sind bereits umgesetzt und zeigen erste Erfolge. Im April ist im Direktvertrieb die digitale Kfz-Strecke gestartet. Bis zum 30. Juni konnten bereits 12.000 Verträge online abgeschlossen werden. Zudem ist eine Schaden-App eingeführt worden – bisher sind über die digitale Schnittstelle 1.000 Schäden gemeldet und bearbeitet worden. Darüber hinaus ist die Einführung von kapitaleffizienten Lebensversicherungen der modernen Klassik seit Januar dieses Jahres weitgehend abgeschlossen.

In der Industrieversicherung schreitet die Verbesserung der Portfolioqualität kontinuierlich voran. Die Optimierung des Kfz-Flottengeschäfts ist erfolgreich abgeschlossen, sodass jetzt eine fokussierte Marktbearbeitung erfolgen kann. In ausgewählten Märkten, zuletzt in Genua und Glasgow, wurden regionale Standorte eröffnet, um Wachstumspotenziale bei mittelständischen Unternehmen zu heben und den Service vor Ort zu verbessern. Zugleich verfolgt Talanx auf diesem Weg konsequent die Forcierung der internationalen Ausrichtung des Konzerns.

Industrieversicherung: Stabiles Auslandswachstum und verbesserte kombinierte Schaden-/Kostenquote

Die Industrieversicherung ist im ersten Halbjahr weiter gewachsen. Die gebuchten Bruttoprämien legten um 3,1 Prozent auf 2,7 (2,6) Mrd. EUR zu. Bereinigt um Währungskurseffekte wäre der Anstieg mit 4,1 Prozent noch stärker ausgefallen. Für die Beitragssteigerung zeichneten insbesondere die Niederlassungen in Frankreich und Großbritannien sowie die neue Gesellschaft in Brasilien verantwortlich. Die kombinierte Schaden-/Kostenquote des Geschäftsbereichs verbesserte sich im Vergleich zum ersten Halbjahr 2015 dank einer geringeren Großschadenbelastung, die im ersten Halbjahr unterhalb der Erwartungen blieb, und trotz eines unterdurchschnittlichen Abwicklungsergebnisses auf 97,8 (98,7) Prozent. Das versicherungstechnische Ergebnis stieg auf 25 (13) Mio. EUR. Das Kapitalanlageergebnis verringerte sich im ersten Halbjahr 2016 leicht um 3,5 Prozent auf 109 (113) Mio. EUR. Das übrige Ergebnis ging insbesondere aufgrund eines rückläufigen Währungskursergebnisses auf 9 (16) Mio. EUR zurück. Das operative Ergebnis verblieb mit 143 (142) Mio. EUR stabil auf Vorjahresniveau. Aufgrund höherer Ertragssteuern sank das Konzernergebnis leicht auf 91 (97) Mio. EUR.

Im zweiten Quartal 2016 lagen die Prämieneinnahmen des Geschäftsbereichs mit 785 (736) Mio. EUR deutlich über Vorjahresniveau. Das versicherungstechnische Ergebnis entwickelte sich ebenfalls weiter positiv und stieg auf 12 (7) Mio. EUR. Das Kapitalanlageergebnis notierte stabil bei 59 (60) Mio. EUR. Die kombinierte Schaden-/Kostenquote verbesserte sich um 0,5 Prozentpunkte auf 98,1 (98,6) Prozent. Ausschlaggebend hierfür war der Rückgang in der Kostenquote infolge der gestiegenen Nettoprämieneinnahmen. Das operative Ergebnis (EBIT) schloss nahezu konstant bei 69 (70) Mio. EUR. Der Beitrag des Geschäftsbereichs zum Konzernergebnis lag bei 43 (50) Mio. EUR.

Privat- und Firmenversicherung Deutschland: Stark verbessertes operatives Ergebnis

Die Talanx-Gruppe steuert den Geschäftsbereich Privat- und Firmenversicherung Deutschland separat nach den beiden Segmenten Schaden/Unfall- und Lebensversicherung und weist sie nun entsprechend getrennt aus. Die Prämieneinnahmen lagen im Geschäftsbereich insgesamt in den ersten sechs Monaten bei
3,3 (3,7) Mrd. EUR. Im Kapitalanlageergebnis war nur ein leichter Rückgang von 1,1 Prozent auf 937 (948) Mio. EUR zu verzeichnen. Der Anstieg im außerordentlichen Kapitalanlageergebnis konnte den Rückgang im ordentlichen Kapitalanlageergebnis nicht kompensieren. Das operative Ergebnis (EBIT) des Geschäftsbereichs stieg auf 57 (-61) Mio. EUR. Auch der Beitrag zum Konzernergebnis verbesserte sich mit 24 (-104) Mio. EUR signifikant. Die Eigenkapitalrendite lag bei 1,8 (-7,4) Prozent.

Zukunftsinvestitionen im Segment Schaden/Unfallversicherung

Die Beitragseinnahmen im Segment Schaden/Unfallversicherung blieben im ersten Halbjahr 2016 mit 980 (989) Mio. EUR nahezu stabil. Die kombinierte Schaden-/Kostenquote im Segment notierte bei 104,7 (101,1) Prozent. Der Anstieg entfiel etwa hälftig auf Kosten- und Schadenquote. Zum einen führten höhere und jenseits der Erwartungen liegende Unwetterschäden in Deutschland zu einer Steigerung der Schadenquote um 1,3 Prozentpunkte, zum anderen spiegeln sich die Zukunftsinvestitionen in Digitalisierung und Automatisierung mit 2,5 Prozentpunkten in der Kostenquote wider.

Das versicherungstechnische Ergebnis verschlechterte sich infolge dieser Belastungen auf -32 (-8) Mio. EUR. Das Kapitalanlageergebnis blieb mit 47 (49) Mio. EUR stabil. Im operativen Ergebnis (EBIT) verzeichnete das Segment Schaden/Unfallversicherung einen Rückgang auf -17 (30) Mio. EUR. Neben dem rückläufigen versicherungstechnischen Ergebnis sind in diesem Ergebnisrückgang auch die bereits angekündigten Kosten für Restrukturierungsmaßnahmen in Höhe von 22 Mio. EUR enthalten, die im Wesentlichen im zweiten Quartal aufgelaufen sind.

Im zweiten Quartal stiegen die Bruttoprämien im Segment Schaden/Unfallversicherung um 1,9 Prozent auf 231 (226) Mio. EUR. Die kombinierte Schaden-/Kostenquote lag bei 105,6 (101,8) Prozent, im Wesentlichen geprägt von der Belastung des Segments durch die Unwetter im Mai und Juni und den Kosten des Geschäftsbereichs für Digitalisierung und Automatisierung. Das versicherungstechnische Ergebnis verschlechterte sich aus den gleichen Gründen auf -18 (-6) Mio. EUR, während das Kapitalanlageergebnis des Segments stabil bei 25 (25) Mio. EUR blieb. Das operative Ergebnis (EBIT) lag bei -22 (11) Mio. EUR.

Planmäßiger Rückgang der Einmalbeiträge in der Lebensversicherung

Die Prämien in der Lebensversicherung reduzierten sich im ersten Halbjahr 2016 strategiekonform auf 2,4 (2,7) Mrd. EUR. Ursächlich war hierfür im Wesentlichen der planmäßige Rückgang der Einmalbeiträge. In der Folge verringerte sich auch das Neugeschäft bei Lebensversicherungsprodukten insgesamt, gemessen am Jahresbeitragsäquivalent (APE), auf 202 (236) Mio. EUR. Dagegen erhöhte sich plangemäß der Absatz von biometrischen Versicherungsprodukten nach APE auf 44 (40) Mio. EUR. Das versicherungstechnische Ergebnis verbesserte sich auf -780 (-832) Mio. EUR. Das Kapitalanlageergebnis blieb mit 890 (899) Mio. EUR nahezu konstant, das operative Ergebnis (EBIT) im Segment Lebensversicherung wuchs insbesondere aufgrund der vollumfänglichen Goodwill-Abschreibung im Vorjahr auf 73 (-91) Mio. EUR.

Im zweiten Quartal nahmen die gebuchten Bruttoprämien um 7,4 Prozent auf 1,2 (1,3) Mrd. EUR ab. Das versicherungstechnische Ergebnis verbesserte sich auf -316 (-442) Mio. EUR, unter anderem bedingt durch die niedrigere Beteiligung der Versicherungsnehmer am gesunkenen Kapitalanlageergebnis. Beim Kapitalanlageergebnis verzeichnete das Segment einen Rückgang auf 377 (478) Mio. EUR. Der Rückgang kam vor allem aus einem geringeren außerordentlichen Kapitalanlageergebnis. Das operative Ergebnis (EBIT) stieg auf 31 (-129) Mio. EUR.

Privat- und Firmenversicherung International: Starkes Wachstum in lokalen Währungen

Mit der Berichterstattung zum Halbjahr 2016 werden die Ergebnisse im Geschäftsbereich Privat- und Firmenversicherung International erstmals auf regionaler Basis ausgewiesen. Die Prämien im gesamten Geschäftsbereich stiegen trotz negativer Währungskurseffekte um 4,0 Prozent auf 2,5 (2,4) Mrd. EUR. Währungskursbereinigt lag der Prämienanstieg mit 11,9 Prozent noch deutlich höher. In der Region Lateinamerika wirkten sich Währungskurseffekte deutlich stärker auf die Prämieneinnahmen aus als in der Region Europa. Hier konnte die positive Entwicklung des Einmalbeitragsgeschäfts in der Lebensversicherung in Italien die rückläufige Prämienentwicklung in Polen überkompensieren, wo die Einführung der Vermögenssteuer und andere regulatorische Entwicklungen Anfang 2016 die Geschäftsentwicklung gedämpft hatten.

Die kombinierte Schaden-/Kostenquote stieg leicht um 1,2 Prozentpunkte auf 96,4 (95,2) Prozent, hauptsächlich resultierend aus einem Anstieg der Schadenquote um 1,0 Prozentpunkte. Hauptursache ist die Wirtschaftskrise in Brasilien. Zum einen haben Inflation und Währungskurseffekte die Kosten für Kfz-Ersatzteile ansteigen lassen, zum anderen ist die Zahl der Autodiebstähle gestiegen. Das versicherungstechnische Ergebnis sank auf 7 (19) Mio. EUR. Im Kapitalanlageergebnis verzeichnete der Geschäftsbereich einen Rückgang von 8,4 Prozent auf 153 (167) Mio. EUR. Ausschlaggebend hierfür waren hauptsächlich das rückläufige Zinsniveau insbesondere in Polen und Italien, die beide für die höchsten Kapitalanlagevolumina im Geschäftsbereich stehen.

Das operative Ergebnis (EBIT) lag im ersten Halbjahr 2016 bei 106 (127) Mio. EUR. Der Rückgang von rund 20 Mio. EUR resultiert zur einen Hälfte aus der steuerlich nicht abzugsfähigen Vermögenssteuer in Polen, die das übrige Ergebnis sowie die Steuerquote belastet, und zur anderen Hälfte aus Währungskurseffekten. Ohne diese Effekte hätte das EBIT auf Vorjahresniveau gelegen. Das Konzernergebnis verringerte sich um 16,9 Prozent auf 64 (77) Mio. EUR.

Für das zweite Quartal 2016 ergibt sich im Segment ebenfalls ein Anstieg der gebuchten Bruttoprämien um 12,9 Prozent auf 1,3 (1,2) Mrd. EUR. Währungskursbereinigt liegt der Anstieg bei 20,6 Prozent. Die kombinierte Schaden-/Kostenquote erhöhte sich auf 96,7 (95,7) Prozent. Das versicherungstechnische Ergebnis lag bei -1 (11) Mio. EUR, das Kapitalanlageergebnis bei 73 (88) Mio. EUR. Das operative Ergebnis verringerte sich aufgrund der Währungskurseffekte und der Vermögenssteuer in Polen im Quartal auf 45 (71) Mio. EUR. Der Beitrag zum Konzernergebnis lag bei 28 (44) Mio. EUR.


Schaden-Rückversicherung: Weiter hohe Wettbewerbsintensität

Die gebuchten Bruttoprämien im Segment Schaden-Rückversicherung gingen im ersten Halbjahr 2016 um 6,9 Prozent auf 4,6 (5,0) Mrd. EUR zurück. Bereinigt um Währungskurseffekte betrug der Rückgang 5,6 Prozent. Die kombinierte Schaden-/Kostenquote blieb nach dem ersten Halbjahr mit 95,4 (95,4) Prozent trotz erhöhter Großschadenbelastung auf dem Niveau des ersten Halbjahres 2015. Sie liegt damit im Rahmen des Ziels, 96 Prozent nicht zu überschreiten. Damit blieb das versicherungstechnische Ergebnis nahezu stabil bei 165 (167) Mio. EUR. Das Kapitalanlageergebnis verzeichnete ein geringes Minus und stand nach den ersten sechs Monaten bei 431 (437) Mio. EUR. Das Segment erzielte vor diesem Hintergrund ein operatives Ergebnis von 580 (616) Mio. EUR, was einem Rückgang von 5,8 Prozent entspricht. Der Beitrag zum Konzernergebnis reduzierte sich auf 187 (206) Mio. EUR.

Im zweiten Quartal sanken die Prämieneinnahmen um 9,8 Prozent auf 2,1 (2,4) Mrd. EUR. Das operative Ergebnis (EBIT) ging um 19,9 Prozent auf 270 (337) Mio. EUR zurück. Zum Konzernergebnis trug das Segment im zweiten Quartal 83 (119) Mio. EUR bei.

Personen-Rückversicherung: Sehr gute Gesamtprofitabilität

In der Personen-Rückversicherung stiegen die Prämieneinnahmen im ersten Halbjahr 2016 um 1,2 Prozent auf 3,7 (3,6) Mrd. EUR. In lokalen Währungen lag die Wachstumsrate bei 4,2 Prozent. Das versicherungstechnische Ergebnis verbesserte sich um 18,1 Prozent auf -176 (-216) Mio. EUR. Das Kapitalanlageergebnis sank um 12,3 Prozent auf 321 (366) Mio. EUR. Im ersten Halbjahr 2015 hatte es aufgrund eines Sondereffektes deutlich höher gelegen. Mit einem Rückgang von 10,3 Prozent verschlechterte sich auch das operative Ergebnis auf 174 (194) Mio. EUR. Der Beitrag des Segments zum Konzernergebnis lag bei 63 (69) Mio. EUR.

In der Quartalssicht legten die gebuchten Bruttoprämien der Personen-Rückversicherung um 3,5 Prozent auf 1,9 (1,8) Mrd. EUR zu. Das operative Ergebnis (EBIT) lag deutlich erhöht bei 71 (18) Mio. EUR. Zum Konzernergebnis trug das Segment 25 (3) Mio. EUR bei.

Ausblick 2016

Talanx sieht sich im operativen Geschäft sowie bei seinen laufenden strategischen Initiativen insbesondere in der Industrieversicherung sowie in der deutschen Privat- und Firmenversicherung auf Kurs. In der Folge bestätigt der Konzern seinen Ausblick für das Geschäftsjahr 2016. Talanx strebt unverändert ein Konzernergebnis von rund 750 Mio. EUR an. Dabei wird von einem stabilen Bruttoprämienvolumen auf Basis konstanter Wechselkurse ausgegangen. Die Kapitalanlagerendite sollte bei mindestens drei Prozent liegen und die Eigenkapitalrendite größer als 8,5 Prozent ausfallen.

Diese Ziele für das Geschäftsjahr 2016 stehen wie üblich unter dem Vorbehalt, dass an den Währungs- und Kapitalmärkten keine Verwerfungen auftreten und Großschäden innerhalb der Erwartungen bleiben. Erklärtes Ziel ist es, auch für das Geschäftsjahr 2016 einen Anteil von 35 bis 45 Prozent vom Konzernergebnis als Dividendenzahlung auszuschütten.
 

Eckdaten der Ergebnisrechnung Talanx-Konzern, 1. Halbjahr 2016, konsolidiert (IFRS) 

in Mio. EUR 6M 2016 6M 2015 +/-
Gebuchte Bruttoprämien 16.427 16.827 -2,4 %
Verdiente Nettoprämien 12.810 12.751 +0,5 %
Kombinierte Schaden-/Kostenquote der Schaden-Erst- und -Rückversicherung 96,8 % 96,4 % +0,4 %-Pkte.
Kapitalanlageergebnis 1.962 2.037 -3,7 %
Operatives Ergebnis (EBIT) 1.064 1.015 +4,8 %
Konzernergebnis (ohne Anteile nicht beherrschender Gesellschafter) 401 311 +28,9 %
Eigenkapitalrendite1) 9,5 % 7,8 % +1,7 %-Pkte.
1) Annualisiertes Periodenergebnis ohne Anteile nicht beherrschender Gesellschafter zu durchschnittlichem Eigenkapital ohne Anteile nicht beherrschender Gesellschafter.


Eckdaten der Ergebnisrechnung Talanx-Konzern, 2. Quartal 2016, konsolidiert (IFRS) 

in Mio. EUR Q2 2016 Q2 2015 +/-
Gebuchte Bruttoprämien 7.432 7.387 +0,6 %
Verdiente Nettoprämien 6.544 6.384 +2,5 %
Kombinierte Schaden-/Kostenquote der Schaden-Erst- und -Rückversicherung 97,3 % 96,2 % +1,1 %-Pkte.
Kapitalanlageergebnis 940 1.041 -9,7 %
Operatives Ergebnis (EBIT) 491 372 +31,9 %
Konzernergebnis (ohne Anteile nicht beherrschender Gesellschafter) 179 60 +198,3 %
Eigenkapitalrendite1) 8,4 %  2,8 % +5,6 %-Pkte.
1) Annualisiertes Periodenergebnis ohne Anteile nicht beherrschender Gesellschafter zu durchschnittlichem Eigenkapital ohne Anteile nicht beherrschender Gesellschafter.

 

Vollständige Unterlagen zum Zwischenbericht

Finanzkalender 2016

Mediathek

Interview mit Herbert K. Haas in der Börsen-Zeitung

Dr. Immo Querner im Interview mit dem Börsenradio (Audio)

Disclaimer
Diese Unternehmensmeldung enthält zukunftsgerichtete Aussagen, die auf bestimmten Annahmen, Erwartungen und Ansichten des Managements der Talanx AG beruhen. Diese Aussagen unterliegen daher einer Reihe von bekannten oder unbekannten Risiken und Ungewissheiten. Eine Vielzahl von Faktoren, von denen zahlreiche außerhalb des Einflussbereiches der Talanx AG stehen, beeinflusst die Geschäftsaktivitäten, die Geschäftsstrategie, die Ergebnisse, die Leistungen und die Erfolge der Talanx AG. Diese Faktoren bzw. ein Realisieren der Risiken und Ungewissheiten können dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse, Leistungen und Erfolge der Gesellschaft wesentlich von denjenigen Angaben abweichen, die in der zukunftsgerichteten Aussage ausdrücklich oder impliziert genannt worden sind.

Die Talanx AG garantiert nicht, dass die den zukunftsgerichteten Aussagen zugrundeliegenden Annahmen frei von Irrtümern sind und übernimmt dementsprechend keinerlei Gewähr für den Eintritt der zukunftsgerichteten Aussagen. Die Talanx AG übernimmt ferner keine Verpflichtung und beabsichtigt auch nicht, diese zukunftsgerichteten Aussagen zu aktualisieren oder bei einer anderen als der erwarteten Entwicklung zu korrigieren.

 

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Quartalsmitteilung 31.03.17