Drohnen sind kein Spielzeug

13. Dezember 2016 

Drohnen werden immer beliebter – auch für die private Nutzung. Dieses Jahr werden viele als Geschenke unter dem Weihnachtsbaum liegen. Aber wer haftet, wenn etwas passiert? Wie sieht es mit deren Versicherung aus? Oder gar mit einer Registrierungs- oder Kennzeichenpflicht? Führerschein für Drohnen? HDI Global SE, der Industrieversicherer der Talanx-Gruppe, hält nützliche Informationen für alle „Weihnachtsmänner“ bereit.

Drohnen halten verstärkt Einzug in unseren Alltag. Unternehmen, Institutionen, aber auch Privatpersonen nutzen sie. Und jeder, der Drohnen einsetzt, sollte sie auch gegen mögliche Risiken versichern. In diesem Jahr werden wohl viele auch zu Weihnachten verschenkt. Da ist es ganz gut, wenn man weiß, was man alles beachten sollte.

Das Wichtigste zuerst: Sobald eine Drohne abstürzt – und einen Sach- oder Personenschaden verursacht – haftet der Halter nach dem Luftverkehrsgesetz (LuftVG) verschuldensunabhängig. Somit spielt es keine Rolle, ob er schuldhaft gehandelt hat. Der Absturz einer Drohne kann also weitreichende Folgen haben. Die Deutsche Flugsicherung hat von Januar bis Oktober 2016 bereits 61 gefährliche Vorfälle mit Drohnen registriert – fünfmal mehr als im gesamten Vorjahr.

Für den Einsatz von Drohnen, Multicoptern oder unbemannten Luftfahrzeugen (UAV) hat HDI daher passende Deckungskonzepte für zahlreiche Einsatzmöglichkeiten und den damit verbundenen Risiken entwickelt. Denn – und das ist vielleicht vielen neuen Eigentümern von Drohnen nicht klar – Drohnen müssen auch im privaten Bereich versichert werden.

Zwar ist seit 2005 sowohl für privat genutzte Drohnen als auch für unbemannte Luftfahrtsysteme (UAS) eine Halter-Haftpflichtversicherung vorgeschrieben, allerdings reicht eine Privat-Haftpflichtversicherung meistens nicht. HDI bietet ein passendes Deckungskonzept für den Privat- beziehungsweise Freizeitbereich.

Von der privaten zur gewerblichen Nutzung von Drohnen ist es manchmal nur ein kleiner Schritt, zum Beispiel, wenn gegen Honorar Luftaufnahmen für den Imagefilm des Heimatdorfes zur Verfügung gestellt werden. Bereits für diesen Einsatzzweck ist dann eine gewerbliche Halter-Haftpflichtversicherung erforderlich.

Die Deutsche Flugsicherung fordert bereits für Drohnen ab einem Gewicht von 250 Gramm eine Führerscheinpflicht. „Als Versicherer würden wir einen Kenntnisnachweis ebenfalls befürworten“, sagt Dr. Alexander Malik, Experte für Versicherungen der Luftfahrtindustrie bei HDI Global SE. Stürzt eine Drohne ab oder verursacht gar Schäden, besteht zudem die Gefahr, dass der Halter nicht festgestellt werden kann. Denn Drohnen werden zur Zeit weder registriert noch mit einem Kennzeichen versehen. Die aktuell geplante Kennzeichnungspflicht des Bundesverkehrsministers Alexander Dobrindt wird dies zukünftig erleichtern.

Allen, die zu Weihnachten eine Drohne verschenken möchten, rät der HDI-Luftfahrtexperte, auch an den Versicherungsschutz zu denken. „Eine Drohne ist keinesfalls nur ein Spielzeug!“

Haftungsrisiko Drohnen

Vergrößerte Ansicht

  

Themenübersicht

Zurück zur Übersicht

Tätigkeitsfelder

Die Talanx-Gruppe ist in der
Erst- und Rückversicherung
und in der Finanzdienstleistungsbranche aktiv.