FAQs

Wofür steht der Name „Talanx“?

Die Talanx AG ist die Management- und Finanzholding der Gruppe. Der Kunstname Talanx ist eine Kombination aus Phalanx, dem Ausdruck für eine solide, aber dennoch flexible Schlachtreihe im antiken Griechenland, und Talent, der Währungseinheit der griechischen Antike, in der große Summen angegeben wurden.

Wer ist der HDI V.a.G.?

Der HDI V.a.G. hält 79% an der Konzernholding Talanx AG. Als Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit ist der HDI V.a.G. nach §171 VAG „ein Verein, der die Versicherung seiner Mitglieder nach dem Grundsatz der Gegenseitigkeit betreiben will“. Die Organisationsform spiegelt damit noch heute die historischen Wurzeln des HDI, nämlich eines Zusammenschlusses wesentlicher Unternehmen der deutschen Industrie zur wechselseitigen Absicherung gegen Risiken, wider.

Wie kam es zur Gründung des HDI?

Um 1900 stieg die Unzufriedenheit in der rasant wachsenden deutschen Industrie über die Konditonen und Abwicklung der Haftpflicht-Versicherungen in Deutschland. Daher gründeten am 8. Dezember 1903 176 Unternehmen, die sich bereit erklärt hatten, Anteile am Gründungsfonds zu zeichnen, und sechs Berufsgenossenschaften den „Haftpflichtverband der deutschen Eisen- und Stahlindustrie“. Gründungsort war Frankfurt am Main. Seit 1910 erlaubt eine neue Satzung auch die Aufnahme von Mitgliedern anderer Industrien.

Wo hat Talanx seinen Hauptsitz?

Bereits 1919 wurde der Sitz des HDI von Frankfurt nach Hannover verlegt. Bis heute ist Hannover Sitz des global agierenden Talanx-Konzerns. Weitere große Standorte sind Köln und Hilden in Deutschland, international z.B. Warschau, Sao Paulo, Rotterdam, Paris und Léon/Mexiko. Die Nähe zum Kunden und zum lokalen Markt bedingt unsere dezentrale Struktur. Gleichzeitig sind wesentliche zentrale Funktionen effizient in Hannover gebündelt.

In welchen Geschäftsfeldern ist Talanx aktiv?

Talanx ist im im Erst- und Rückversicherungsgeschäft sowohl in der Schaden/Unfall- als auch in der Lebensversicherung tätig. Die Erstversicherung gliedert sich in drei Geschäftsbereiche, die an Kundensegmenten ausgerichtet sind: die Industrieversicherung, die Privat- und Firmenversicherung Deutschland sowie die Privat- und Firmenversicherung International. Die Hannover Rück, an der Talanx die Mehrheit der Aktien hält, ist in den Segmenten Personen-Rückversicherung und Schaden-Rückversicherung tätig.

Wie lautet das Renditeziel von Talanx?

Der Talanx-Konzern setzt sich eine langfristig überdurchschnittliche Rentabilität zum Ziel. Unser Maßstab dafür ist die Eigenkapitalrendite nach IFRS. Dabei vergleicht sich Talanx mit den 20 größten Versicherungsunternehmen in Europa. Das Mindestziel des Konzerns in Bezug auf den Konzerngewinn nach Steuern und Minderheitsanteilen ist eine Eigenkapitalrendite, die 750 Basispunkte über dem durchschnittlichen risikofreien Zins liegt. Dieser ist definiert als der durchschnittliche Marktzins der letzten fünf Jahre für 10-jährige deutsche Staatsanleihen.

Welche Zielvorgaben gelten für die Geschäftsbereiche?

Aus dem Gewinnziel von Talanx leiten sich die Zielvorgaben ab, anhand derer die operativen Geschäftsbereiche gesteuert werden. Hierbei kommt die „Wertorientierte Steuerung“ als Instrument zum Einsatz. Die intrinsische Wertschaffung wird mit der Kernsteuerungsgröße IVC (Intrinsic Value Creation) gemessen, die das ökonomische Periondenergebnis den Kapitalkosten gegenüberstellt. Jeder Geschäftsbereich muss mindestens die aus der wertorientierten Steuerung abgeleiteten Kapitalkosten erwirtschaften.

Welche Anforderungen soll das Risikomanagement erfüllen?

Oberstes Ziel des Risikomanagements ist es, die Einhaltung der Risikoposition anhand von Risikobudgets sicherzustellen. Die Kriterien dafür lauten:

  • Mit einer Wahrscheinlichkeit von 90% erwirtschaftet Talanx ein positives Jahresergebnis nach IFRS.
  • Die ökonomische Kapitalbasis muss mindestens einem aggregierten 3000-Jahres-Schock entsprechen (1-Jahres-Ruinwahrscheinlichkeit).
  • Die Kapitalanlagerisiken sollen im Konzern auf unter 50% des Gesamtrisikokapitalbedarfs begrenzt sein.

Quartalsmitteilung 31.3.17